Interview mit mir selbst

Es ist mitten in der Nacht und ich habe mir extra den Wecker gestellt um mal etwas besonderes auszuprobieren: ein Interview mit mir selbst.
Danach werde ich wieder ins Bett gehen und das ganze erst am nächsten Morgen lesen. mal sehen ob dabei was interessantes herauskommt.

Martin Hallo Martin alles gut soweit?
Martin (fröhlich) Ja, Danke. Eine Frage vorneweg,
wie soll das denn jetzt eigentlich laufen mit dem Interview, ich kann mir gar nicht vorstellen wie das denn eigentlich laufen soll…

Martin (mit beruhigender Stimme) Das weiß ich auch noch nicht, fangen wir mit was einfachem an, sag mir drei Dinge die Du magst,
und drei Dinge die du nicht magst.
Martin (denkt kurz nach) Hmmm… ich mag gutes Frühstück, in Städte reisen in denen ich voher noch nie war und gutes Wetter.
Ich mag nicht: Filme in denen die Schauspieler zu viel reden und Bahnverspätungen.

Martin Okay. Was tust Du jeden Tag als erstes/letztes?
Martin (schaut zum Wecker) Nochmal nachschauen wie spät es ist.

Martin Was ist Dein größter Wunsch?
Martin (schaut verträumt) Das weiß ich nicht… Ich glaube ich hab eher viele kleine als einen großen Wunsch

Martin (schaut sich im Zimmer um) Was ist in Deinem Mülleimer?
Martin (senkt den blick) Viel zu viel Papier …Ich sollte den mal wieder leeren glaube ich.

Martin (resolut) Was kannst Du nicht wegwerfen?
Martin Flyer und Zeitschriften. Ich habe hier in meinem Zimmer vier Schuhkartons voll Flyern und 13 Kilo Zeitschriften.

Martin Was kannst Du überhaupt nicht?
Martin (antwortet erstaunlich schnell) Singen.

Martin Gut, lass mich die Frage anders stellen, Was würdest Du gerne an Dir ändern?
Martin (überlegt) Ich sollte definitv ordentlicher werden, Ich merke öfters das ich mit etwas mehr Organisation in allen Bereichen gut tun würde.
Aber ich arbeite dran.

Martin (interessiert) Martin Du bist ja hier (in Pforzheim) auf der Hochschule und möchtest Grafiker werden. Wieso eigentlich?
Martin (schaut gedankenverloren) Gute Frage … Ich habe schon öfters darüber nachgedacht und komme immer wieder zu einem anderen Ergebnis,
keine Ahnung ob das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen ist… Meine momentane Antwort sieht so aus; ich mag das Gefühl mit einem Projekt anzufangen, etwas zu gestalten und wenn es fertig ist etwas in der Hand zu halten das mich selbst ein Stück weit überrascht. Ist das irgendwie nachvollziehbar?

Martin (neutral) Weiter gehts… Wo schläfst Du gern?
Martin (gähnt) Im Bett. Mit offenem Fenster und kühler frischer Nachtluft.

Martin Was bringt Dich zum lachen?
Martin Monty Phyton Filme und schwarzer Humor, unfreiwillige Komik, die mürrischen Gesichter der Leute Montagmorgens im Zug.

Martin (irritiert) Wieso denn das, Du bist doch ein bißchen ein Morgenmuffel, oder?
Martin (nachdenklich) stimmt schon, aber “Nachtmensch” trifft es eher als “Morgenmuffel”. Ich finds einfach beruhigend das es anderen genauso geht.

Martin Wo würdest Du gerne wohnen?
Martin (fröhlich) Am liebsten würde ich jeden Monat in einer anderen Stadt wohnen. Nur wahrscheinlich hätte da meine Freundin was dagegen.
Machen wir weiter?

Martin (schon leicht gelangweilt) Okay, letzte Frage. Wo wärst du jetzt am liebsten.
Martin In Tjiuana am Strand mit leckerem mexikanischen Fastfood, einem Sonnenschirm und einem guten Buch.
Martin (ganz schlau) Wozu brauchst du denn mitten in der Nacht einen Sonnenschirm?
Martin (leicht irritiert) Hmm, ich glaube wir hören jetzt echt besser auf.

Martin Gut das machen wir. Danke für das Gespräch.
Martin (erleichtert) Bitte, gern geschehen.

Kategorien